Visual Universitätsmedizin Mainz

Die Hornhaut

Die Hornhaut des Auges ist der vorderste Teil des Auges. Im Regelfall ist sie transparent und kann als das „Fenster des Auges“ bezeichnet werden, da man durch sie hindurch sieht. Dahinter befindet sich die Iris, welche die Augenfarbe ausmacht, und außen wird sie begrenzt von der weißen Lederhaut.

Eine intakte und klare Hornhaut ist enorm wichtig um scharf und klar zu sehen. Sie trägt, mehr noch als die Augenlinse, zur Fokussierung oder Bündelung des Lichts und damit der Projektion von Licht auf die Netzhaut bei und hat damit die Aufgaben, die das Objektiv einer Kamera erfüllt. Außerdem stellt sie wie bereits erwähnt die einzige Öffnung des Auges für einfallendes Licht dar.

Die Hornhaut ist stark von Nerven durchzogen. Kein anderes Gewebe am Körper ist so stark innerviert, sodass bereits der kleinste Fremdkörper am Auge Schmerzen hervorrufen kann. Es ist wichtig, dass die Hornhaut immer feucht gehalten wird. Dazu wird durch den Lidschlag der Tränenfilm über der Hornhaut ständig erneuert, sodass eine glatte Oberfläche ähnlich einer gläsernen Oberfläche hergestellt wird. Auf der Innenseite der Hornhaut befindet sich eine Zellschicht, die Wasser aus der Hornhaut herauspumpt. Dieser Vorgang ist eine wesentliche Voraussetzung für die Transparenz. Leider gibt es Erkrankungen, welche die genannten Eigenschaften der Hornhaut schädigen.