Visual Universitätsmedizin Mainz

Über die Hornhautbank

Die Hornhautbank des Landes Rheinland-Pfalz in Mainz


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Seit den 70er Jahren wird an der Mainzer Universitäts-Augenklinik die Hornhauttransplantation durchgeführt. Und ebenso lange bemühen sich die Mitarbeiter der Augenklinik um die Förderung und die Durchführung der Hornhautspende. Es kam im Laufe der Zeit zu einigen Veränderungen, die wir Ihnen im Folgenden kurz darstellen wollen.

In den 90er Jahren konnten mit Einzug der Konservierungsmedien konnten die Spenderhornhäute zusehends länger zwischen Entnahme und Transplantation überleben. Und auch die Qualitätskontrollen wurden besser, durch die Verwendung des inversen Phasenkontrastmikroskops bei der Endothelmikroskopie, durch die Spaltlampenbegutachtung und durch die Sterilitätskontrollen der Kulturmedien während der Konservierungsphase.

In den letzten 4 Jahren allerdings kam es zu den wohl bedeutendsten Veränderungen. So wurde das Langzeitkulturmedium eingeführt. Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene wurden etabliert, so zum Beispiel die Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGfG). Die Hornhautbank wurde zudem Mitglied der Gemeinschaft deutscher Hornhautbanken und der European Eye Bank Association (EEBA). Wir bekamen gleichzeitig die notwendige personelle Verstärkung im MTA-Bereich, denn es konnten zunehmend mehr Spenden realisiert werden (siehe Jahresberichte). Seit August 2007 kommen juristisch/ legale Veränderungen hinzu. Die Augenhornhaut fällt mit dem In-Kraft-Treten des Gewebegesetzes nun unter das Arzneimittelgesetz. Unsere Hornhautbank beantragte daher eine Herstellungserlaubnis und eine Zulassung zum In-Verkehr-Bringen von humanen Spenderhornhäuten. Die Folgen dieses für die Organ- und Gewebespende fundamentalen Wandels der letzten Jahre sind noch nicht absehbar.

Gutes gibt es auch im Hinblick auf die Spendesituation zu berichten. Die Zahl der transplantierbaren Spenderhornhäute konnte zwischen 2006 und 2007 in nur einem Jahr fast verfünffacht werden. Dies ist ein beachtlicher Erfolg, der auch durch die Zusammenarbeit mit der DGfG entstanden ist. Und dennoch kann man von einer lokalen oder regionalen Bedarfsdeckung noch längst nicht sprechen.

Somit wird es auch in Zukunft unser Bestreben sein, den Menschen auf der Warteliste wieder neues Augenlicht zu schenken. Wir, die Mitarbeiter der Hornhautbank und der Augenklinik, werden weiterhin alles dafür tun, diesen Menschen zu helfen und den großherzigen letzten Willen der Spender zu ehren.

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TÜV SÜD-geprüftes Qualitätsmanagement-System
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